NABU wirbt für Insektenzählung

Der "Insektensommer" geht in die zweite Runde. Der NABU hofft auf rege Teilnahme.

© Helge May, NABU

Das große Krabbeln und Flattern startet in die zweite Runde. Noch bis zum 11. August ruft der NABU unter dem Motto "Zählen, was zählt" zur zweiten Aktionswoche der bundesweiten Insektenzählung auf. Vor allem jetzt im Hochsommer ist es besonders spannend, weil viele der in Deutschland heimischen Insektenarten leichter zu sehen und zu bestimmen sind. Beobachtet werden kann überall - im Garten, auf dem Balkon, im Park, auf der Wiese oder im Wald, an Teich, Bach oder Fluss. Gezählt wird eine Stunde lang. Das Ergebnis kann unter www.insektensommer.de oder per Smartphone über die NABU-App "Insektenwelt" gemeldet werden.


Besonders gut lässt sich zurzeit an vielen Gewässern der faszinierende Flug der Libellen beobachten. Die farbenfrohe Blaugrüne Mosaikjungfer ist deshalb auch eine der acht Kernarten, auf die beim zweiten Teil des Insektensommers ganz besonders geachtet werden soll. Libellen haben eine atemberaubende Flugtechnik: sie können auf 50 Stundenkilometer beschleunigen, in der Luft stehen, Loopings und sogar rückwärts fliegen. Weitere Kernarten sind die Tagfalter Schwalbenschwanz und Kleiner Fuchs, der Sieben-Punkt-Marienkäfer, die Ackerhummel, die Holzbiene, das Grüne Heupferd und die Streifenwanze. Gemeldet werden können aber alle Sechsbeiner, die gesichtet werden.


Bei der ersten Zählung in diesem Jahr vom 31. Mai bis 9. Juni nahmen 6.400 Insektenfans teil und gaben über 3.600 Meldungen ab. Im vergangenen Jahr beteiligten sich in beiden Zählräumen zusammen genommen 18.000 Menschen mit über 7.300 Beobachtungen.

Die Ergebnisse werden vom NABU ausgewertet und zeitnah veröffentlicht. Der Insektensommer findet dieses Jahr zum zweiten Mal statt. Gezählt wird zweimal im Jahr, einmal im Früh- und einmal im Hochsommer.

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