Nach Brand im Affenhaus: Ermittler untersuchen Dachabdeckung

Die Ermittlungen zu dem Brand im Krefelder Affenhaus laufen auch heute weiter. Im Fokus befindet sich jetzt die Dachabdeckung, sie war wohl einmal erneuert worden.

© Tanja Pickartz / Funke Foto Services

Nach dem verheerenden Feuer im Affenhaus des Krefelder Zoos laufen auch heute die Untersuchungen vor Ort weiter. Dabei geht es jetzt vor allem um die Dachabdeckung, sagte eine Polizeisprecherin. Das Dach des Affenhauses war wohl nach einem Hagelschaden vor zwölf Jahren erneuert und mit Acrylglas versehen worden, jetzt soll die Brennbarkeit des Materials untersucht werden. Auch Rechnungen, Lieferscheine und Informationen zum Material sollen geprüft werden. In der Silvesternacht waren bei dem Brand mehr als 30 Tiere gestorben. Das Dach hatte bereits gebrannt, als die Feuerwehr wenige Minuten nach dem Alarm ankam. Das Feuer wurde laut Ermittlungen von einer Himmelslaterne ausgelöst. Diese frei schwebenden Lampions sind in NRW verboten, können aber im Internet bestellt werden. Drei Frauen hatten sie steigen lassen.

Zwei Affen überlebten leicht verletzt

Der Zoo hat seit Freitag wieder geöffnet, einen Besucherrückgang habe es laut Zoosprecherin nicht gegeben. Zwei Schimpansen hatten das Feuer mit leichten Verletzungen überlebt. Ihnen gehe es körperlich sehr gut, sie hätten Verbrennungen im Gesicht sowie an einer Hand und einem Fuß. Ihr Haarkleid sei jedoch vollständig erhalten.


Verstorbene Affen bekommen Gedenkort

Die bei dem Feuer umgekommenen Menschenaffen können als Wildtiere nicht bestattet werden. Auch die Pfleger wollten kein Urnengrab auf dem Zoogelände, erklärte der Zoo. In fernerer Zukunft solle ihnen allerdings ein Gedenkort eingerichtet werden.

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