
740 Tonnen Stahl werden in Voerde heute (17.02.) über den Wesel-Datteln-Kanal geschoben. Hier ist am Vormittag der Einschub der zweiten, neuen Eisenbahnbrücke gestartet. Spezialfahrzeuge mit unzähligen Rädern, sogenannte Tausendfüßler, schieben das 73 Meter lange Bauwerk stückweise über den Kanal. Mehr als 100 Mitarbeiter sind im Einsatz. Insgesamt dauert der Prozess rund 3 Tage. Deswegen ist der Kanal für die Schifffahrt auch noch bis Freitag gesperrt. Erste Züge sollen hier ab Mitte Mai über die neuen Brücken rollen.
Die neuen Bahnbrücken sind nötig für den dreigleisigen Ausbau der Betuwe-Güterzugstrecke. Seit dem Frühjahr wurden sie schon am Ufer zusammengebaut. Beide Neubauten sind rund 1,5 Meter höher als die Alten. Dadurch sollen in Zukunft größere Schiffe den Kanal durchqueren können. Vorher muss aber noch eine weitere, alte Brücke durch einen Neubau ersetzt werde. Diese wird aber noch so lange für den Zugverkehr genutzt, bis die neuen Brücken befahrbar sind.
Einschub ist Teil groß angelegter Brückenarbeiten
Noch bis Mai laufen auf der Betuwe-Strecke besonders viele Brückenarbeiten. Zugpendler zwischen Wesel und Oberhausen bekommen das durch anhaltende Teil- und Vollsperrungen zu spüren. Rund 70 Wochen liegen schon hinter ihnen. Auch nach dem besonderen Baustellen-Marathon stehen immer mal wieder Sperrungen an. Insgesamt sollen die Arbeiten am dritten Gleis bis in die 2030er-Jahre dauern.