
In Kamp-Lintfort hat das Jugendamt einen neuen Kinder- und Jugendförderplan vorgestellt. Rund 25 Prozent der Einwohner sind Kinder und Jugendliche – der Plan soll ihre Lebenssituation in den nächsten fünf Jahren verbessern. Wie die Stadt mitteilt, wurden die Ziele nicht nur von Fachleuten entwickelt, sondern auch direkt mit den Kindern und Jugendlichen besprochen. Dafür gab es Befragungen, Gespräche in Einrichtungen und aufsuchende Arbeit im Sozialraum. Wichtig war, die Angebote verständlich und praxisnah zu gestalten.
Mehr Mitsprache und bessere Chancen für Jugendliche
Der Plan umfasst 16 konkrete Ziele. Dazu gehört etwa eine bessere Zusammenarbeit zwischen Schule und Jugendhilfe und mehr außerschulische Lernorte, damit Jugendliche mehr Angebote nutzen können. Ein Schwerpunkt liegt auch auf dem Übergang von der Schule in den Beruf, denn nur wenige Schüler starten direkt in eine Ausbildung. Außerdem sollen Kinder und Jugendliche mehr mitbestimmen können, welche Angebote es gibt. Jugendförderungsleiter Ralf Müller betont, dass die Wünsche der jungen Menschen – zum Beispiel nach mehr Sportplätzen oder flexiblen Freizeitangeboten am Wochenende – in Zukunft stärker berücksichtigt werden sollen.