
In Neukirchen-Vluyn soll künftig ein zweiter Streetworker arbeiten. Der Rat hat jetzt jährliche Kosten von 80.000 Euro abgesegnet. Grüne, SPD und Linke hatten den Antrag gestellt. Sie betonen, dass der aktuelle Streetworker gute und wichtige Arbeit leistet. Es fehle aber eine Urlaubs- oder Krankheitsvertretung. Auch biete eine weitere Stelle kollegialen Austausch und gegenseitige Entlastung. Sie soll vor allem auch für Frauen offen sein, um jungen Mädchen den Zugang zu dem Angebot zu erleichtern.
Streetwork ist präventiv und deeskalierend
Die Erfahrungen anderer Kommunen zeigen, dass eine Verstärkung von Streetwork unmittelbar zu einer Reduktion von Konflikten im öffentlichen Raum führt, so der Antrag. Die Investition sei damit nicht nur sozialpolitisch sinnvoll, sondern auch ökonomisch nachhaltig. Präventive Sozialarbeit senke Folgekosten im Bereich Polizei, Justiz und Sozialhilfe deutlich. Der Streetworker in Neukirchen-Vluyn arbeitet präventiv und deeskalierend. Er ist dabei vernetzt mit Jugendlichen, schulen, Jugendzentren und Polizei.