
In Neukirchen-Vluyn sorgen die vielen Saatkrähen weiter für Ärger. Der Rat hat deshalb jetzt eine Resolution verabschiedet. Darin fordert er, den strengen Schutzstatus der Tiere aufzuweichen. Die Vögel gelten laut der Stadt nicht mehr als gefährdet. Dafür verursachen sie aber in Wohngebieten oder auf Schulwegen durch Lärm und Dreck große Probleme. Nicht nur Neukirchen-Vluyn – allen Städten sind bisher beim Vertreiben der Krähen rechtlich die Hände gebunden. Nur Xanten hat im Kreis Wesel aktuell eine sehr begrenzte Ausnahmegenehmigung. Neukirchen-Vluyn verlangt von Land, Bund und EU, dass die Saatkrähe künftig sogar bejagt werden darf, um die Bestände zu kontrollieren.
Neukirchen-Vluyn sieht Handlungsbedarf an Schulwegen und in der Innenstadt
Stadt und Politik in Neukirchen-Vluyn sehen vor allem an stark besuchten Orten wie Schulwegen, Grünflächen oder Aufenthaltsorten in der Innenstadt akuten Handlungsbedarf. Selbst wenn Ausnahmegenehmigungen mit viel Bürokratie gelingen, erzielen sie oft nicht den gewünschten Effekt – so die Erfahrungen. Die Resolution richtet sich an den Städte- und Gemeindebund, Land, Bund und die Europäische Union. Sie fordert, dass die zuständigen Stellen die rechtlichen Rahmenbedingungen anpassen. Eine Aufnahme in die Liste der jagdbaren Arten existiert laut der Stadt schon in mehreren anderen europäischen Ländern.