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Neukirchen-Vluyn hisst Flagge – Welle von Hasskommentaren
© Oleksandr Voskresenskyi / FUNKE Foto Services
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Neukirchen-Vluyn hisst Flagge – Welle von Hasskommentaren

Die Stadt Neukirchen-Vluyn hisst vor dem CSD am Samstag die Regenbogenflagge. Die Reaktionen in den sozialen Medien fallen teilweise heftig aus.

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Bürgermeister Dirk Schauenberg hat Anfang der Woche gemeinsam mit den CSD-Veranstaltern die Regenbogenflagge am Rathaus in Neukirchen-Vluyn gehisst. Anlässlich des Christopher Street Days am Samstag, 29. August in der Stadt. „Demokratie bedeutet, dass jeder Mensch frei und ohne Angst leben kann", sagte Schauenberg laut NRZ. Toleranz allein reiche dabei nicht aus. Man müsse aktiv für Gleichberechtigung und Respekt einstehen. Die Flagge vor dem Rathaus sei ein sichtbares Zeichen – für Vielfalt, für Freiheit und gegen Ausgrenzung. Nach der Veröffentlichung auf der Facebook-Seite der Stadt kam es zu einer Flut an Reaktionen. Über 320 Kommentare gingen ein. Die Mehrheit davon entsprach nach Angaben der Stadt nicht den eigenen Werten. Eine Sprecherin der Verwaltung sagte: „Wir sind schockiert."

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CSD Neukirchen-Vluyn – Stadt schaltet Kommentarfunktion ab

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Die Stadt reagierte sofort. Die Kommentarfunktion wurde auf Facebook und Instagram deaktiviert. Mehrere Kommentare mussten gelöscht, einige auch gemeldet werden. Für das kommende Jahr plant die Verwaltung, die Kommentarfunktion von vornherein zu deaktivieren. Auch CSD-Mitorganisator Christian Pelikan von den Grünen zeigt sich entsetzt. Gerade nach dem Anschlag auf den Christopher Street Day in Berlin habe er mehr Sensibilität erwartet. Stattdessen sei das Gegenteil eingetreten. Die Flagge vor dem Rathaus bezeichnet er trotzdem als „tolles Zeichen". Der CSD selbst startet am Samstag um 14 Uhr an der Bergmann-Skulptur auf Niederberg. Um 15 Uhr folgen Kundgebung und Party am Vluyner Platz. Die Polizei wird die Demo absichern.

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Hasskommentare auch bei Radio K.W. – Kommentarfunktion deaktiviert

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Ähnliche Erfahrungen hat auch Radio K.W. gemacht. Bei der Ankündigung, dass die CSD-Demos in Moers und Neukirchen-Vluyn nach dem Anschlag beim CSD in Berlin trotzdem stattfinden, gab es auf der eigenen Facebook-Seite ebenfalls zahlreiche Hasskommentare. Einige davon enthielten Gewaltandrohungen. Als Redaktion haben wir Kommentare gemeldet, gelöscht und letztlich die Kommentarfunktion unter dem Beitrag deaktivieren müssen. Meinung bleibt ganz klar erlaubt – Hetze und Gewaltandrohungen sind es nicht. Das ist keine Frage der Meinungsfreiheit, sondern eine klare rechtliche Grenze. Diese Vorfälle zeigen: Das Thema polarisiert weit über Neukirchen-Vluyn hinaus. Wir als Redaktion werden auch bei künftigen Berichten zum Thema CSD die Kommentarfunktion im Blick behalten.

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