
Die Gewerkschaft Verdi ruft die Beschäftigten der NIAG am Montag, 2. Februar, zu einem ganztägigen Warnstreik auf. Betroffen sind einzelne Fahrten im gesamten Liniennetz der NIAG im Kreis Wesel. Die Fahrten des Schwesterunternehmens LOOK fahren aber weiter wie gewohnt. Das bedeutet: Der Busverkehr kann weitgehend aufrechterhalten werden. Trotzdem rät die NIAG allen Fahrgästen, vor ihrer Fahrt die aktuellen Informationen zu prüfen. Die NIAG-App zeigt Echtzeitinformationen an. Auch auf der Internetseite der NIAG gibt es aktuelle Fahrpläne. Aus den Erfahrungen der letzten Jahre rechnet das Unternehmen mit dem Ausfall einzelner Fahrten.
Der Warnstreik ist Teil der aktuellen Tarifverhandlungen im kommunalen Nahverkehr in Nordrhein-Westfalen. Die erste Verhandlungsrunde am 21. Januar in Köln ist ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Die Gewerkschaft Verdi fordert kürzere Arbeitszeiten bei vollem Lohnausgleich. Außerdem soll die Ruhezeit zwischen den Schichten auf mindestens elf Stunden erhöht werden. An Sonntagen fordern die Beschäftigten einen Zuschlag von mindestens 40 Prozent. Die Gewerkschaft will mit diesen Forderungen dem Personalmangel in der Branche begegnen. Verdi sagt: Es braucht spürbare Verbesserungen für die Beschäftigten. Auch in anderen Städten in NRW sind Warnstreiks geplant. Die NIAG bedauert die Unannehmlichkeiten für die Fahrgäste.