
Seit letztem Dienstag ruft Verdi die Busfahrer der NIAG zum Warnstreik auf. Die NIAG ist der Verkehrsbetrieb mit Sitz in Moers – zuständig für Buslinien am gesamten Niederrhein im Kreis Wesel. Heute, am Montag, geht der Streik in die vermutlich letzte Runde. Das Unternehmen rechnet mit Ausfällen von bis zu zehn Prozent aller Fahrten. An einzelnen Tagen in der vergangenen Woche sind sogar bis zu 15 Prozent der Fahrten ausgefallen. Besonders betroffen sind die Räume Moers, Kamp-Lintfort, Neukirchen-Vluyn und Wesel. Ein kompletter Stillstand des Busbetriebs ist aber nicht zu erwarten. Das Tochterunternehmen LOOK fährt planmäßig – und nicht alle Mitarbeiter beteiligen sich am Streik.
Verdi fordert bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten im öffentlichen Nahverkehr. Konkret geht es um kürzere Schichtzeiten, weniger Belastung im Fahrdienst und bessere Zuschläge. Mehr als 30 kommunale Verkehrsbetriebe in NRW sind von der Tarifrunde betroffen – rund 30.000 Beschäftigte insgesamt. Die Arbeitgeber haben bisher kein konkretes Angebot vorgelegt. Ab morgen, Dienstag, pausieren die Streiks erst einmal. Dann startet die dritte Verhandlungsrunde. Verdi hat angekündigt, während der Gespräche nicht zu streiken. S-Bahnen und Regionalzüge sind von dem Tarifstreit nicht betroffen und fahren ganz normal.
Wer heute mit dem Bus fahren will, sollte vorher die NIAG-App oder den Online-Fahrplaner checken. Dort gibt es aktuelle Echtzeitinfos zu Ausfällen und Verspätungen.