
Der Niederrhein zieht mehr Gäste an. Das zeigen aktuelle Zahlen des Landesbetriebs IT.NRW für das erste Quartal 2026. Zwischen Januar und März sind in der Region 443.761 Übernachtungen registriert worden. Das sind 5,8 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Im Vergleich zu 2024 liegt das Plus bei zwei Prozent. Besonders stark wächst die Nachfrage aus dem Ausland. Die Zahl der Ankünfte internationaler Gäste ist um 20,7 Prozent gestiegen. Bei den Übernachtungen aus dem Ausland beträgt das Plus 13,6 Prozent. Martina Baumgärtner, Geschäftsführerin der Niederrhein Tourismus GmbH, sieht darin ein klares Signal. Sie sagt: Der Niederrhein gewinne sowohl bei Urlaubern als auch bei Geschäftsreisenden an Attraktivität.
Tourismus am Niederrhein: Geschäftsreisen und Kurzurlaube treiben das Wachstum
Zwei Trends treffen am Niederrhein gerade zusammen. Einerseits kehrt der Geschäftsreisetourismus zurück. Baumgärtner sagt, das sei in den Gesprächen mit den Hoteliers deutlich spürbar. In Wesel etwa sind die Hotels unter der Woche gut mit Geschäftsreisenden belegt – am Wochenende kommen die Freizeittouristen. Andererseits suchen immer mehr Menschen kürzere und bezahlbare Urlaube. Fernreisen werden durch internationale Krisen unattraktiver. Der Niederrhein gilt als klassische Kurzurlaubsregion – mit einem breiten Angebot und fairen Preisen. Gut die Hälfte der internationalen Besucher kommt aus den Niederlanden und Belgien. Baumgärtner betont zudem: Die eigentliche Urlaubssaison startet erst im April. Niederrhein Tourismus blickt optimistisch auf die kommenden Monate.
Niederrhein Tourismus: Starke Jahresbilanz 2025 und optimistischer Ausblick
Auch das Jahr 2025 hat bereits starke Ergebnisse geliefert. Damals sind gut eine Million Gästeankünfte gezählt worden – 4,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Bei den Übernachtungen lag das Plus bei 2,1 Prozent auf insgesamt 2,4 Millionen. Wichtig dabei: Die Statistik des Landesbetriebs IT.NRW erfasst nur Betriebe mit mindestens zehn Betten. Kleinere Ferienwohnungen, Pensionen oder Campingplätze sind nicht enthalten. Die tatsächlichen Zahlen dürften also noch höher liegen. Niederrhein Tourismus will die Entwicklung weiter quartalsmäßig beobachten und informieren.