Anzeige
Niedrigwasser in Rheinberg bedroht weitere Rheinfähre
© FUNKE Foto Services / Lars Heidrich
Teilen:

Niedrigwasser in Rheinberg bedroht weitere Rheinfähre

Der Rhein hat gerade sehr wenig Wasser. Das trifft jetzt auch die Fähre „Glück Auf" zwischen Rheinberg und Duisburg.

Veröffentlicht:

Anzeige

Die Rheinfähre „Glück Auf" verbindet Rheinberg-Orsoy mit Duisburg-Walsum. Betreiber Dirk Nowakowski macht sich Sorgen um den weiteren Betrieb. Der Rheinpegel bei Ruhrort sinkt seit Tagen. Am Mittwochmorgen liegt er bei 1,36 Metern. Bis Samstag soll er laut Vorhersage auf 1,30 Meter fallen. Nowakowski muss deshalb möglicherweise reagieren. Er sagt der NRZ: „Das hatten wir aufgrund von Niedrigwasser noch nie." Eine Entscheidung fällt spätestens am Donnerstag. Grund für die mögliche Einstellung ist die Anlegerampe auf der Orsoyer Seite. Sie lässt sich nicht mehr tiefer ausfahren. Der Ansatzpunkt zur Straße ist sonst nicht mehr erreichbar. Eine Lösung mit Beton ist im Gespräch, aber noch nicht sicher. Auf der Walsumer Seite gibt es das Problem nicht.

Anzeige

Finanzielle Sorgen bei der Fähre in Rheinberg

Anzeige

Ein Fährstopp hätte für Nowakowski große finanzielle Folgen. Er verdient im Sommer das meiste Geld für das ganze Jahr. Im Winter fahren deutlich weniger Menschen mit der Fähre. Fällt der Sommerbetrieb aus, fehlt ihm dieses Geld für die kalte Jahreszeit. Er sagt: „Das kriege ich nie wieder rein." Die „Glück Auf" ist 25 Meter lang, mit den Brücken 35 Meter. Leer hat sie einen Tiefgang von 80 Zentimetern. Voll beladen sind es ein Meter. Zehn Autos passen maximal auf das Schiff. Aktuell nimmt Nowakowski nur bis zu sechs Autos mit. Pro Jahr transportiert die Fähre etwa 90.000 bis 100.000 Autos. Nach eigenen Angaben sind Fahrradfahrer für ihn die wichtigste Kundengruppe. Die Stadt Rheinberg findet die Fähre wichtig, vor allem für den Ortsteil Orsoy. Finanziell unterstützen kann die Stadt das private Unternehmen aber nicht.

Anzeige
Anzeige
Anzeige