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Olympische Winterspiele 2026
© Hendrik Schmidt/dpa
Ein letztes Mal wird Franziska Preuß am Samstag antreten.
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Nur noch ein Rennen: Preuß beendet Karriere nach Olympia

Der Massenstart bei den Olympischen Winterspielen ist das letzte Rennen in der langen Biathlon-Laufbahn von Franziska Preuß. Danach ist für die Weltmeisterin mit der aktiven Karriere Schluss.

Veröffentlicht: Freitag, 20.02.2026 16:36

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Winterspiele

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Antholz (dpa) - Biathlon-Weltmeisterin Franziska Preuß beendet ihre Karriere nach dem olympischen Massenstart sofort und wird nicht mehr in den Weltcup zurückkehren. «Ich habe immer hundert Prozent gegeben. Aber im Moment merke ich, dass ich diese hundert Prozent für die letzten Weltcupstationen nicht mehr aufbringen würde», sagte Preuß in Antholz. Die letzte Chance ihrer Karriere, doch noch eine olympische Einzelmedaille zu gewinnen, bietet sich demnach in Südtirol am Samstag (14.15 Uhr) über 12,5 Kilometer. Danach wird Preuß nie wieder mit dem Gewehr auf dem Rücken antreten.

«Der richtige Zeitpunkt» ist für Preuß gekommen

Preuß gewann bei ihren vierten Olympischen Spielen zwar zum Auftakt Bronze mit der Mixed-Staffel, danach versagten ihr vor allem im Stehendschießen in entscheidenden Situationen aber ungewohnt oft die Nerven. Gleich mehrere weitere Medaillen gab die 31-Jährige aus Ruhpolding so noch aus der Hand. Negativer Höhepunkt war eine Strafrunde in der Frauenstaffel, die dem Team mindestens Bronze kostete. Wortlos und mit Tränen in den Augen verließ Preuß anschließend die Südtirol-Arena und brauchte lange, um sich zu sammeln.

Sie spüre «nach so vielen Jahren im Leistungssport, dass jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen ist, ein neues Kapitel in meinem Leben aufzuschlagen», sagte Preuß in einer Mitteilung des Deutschen Skiverbands. Sie ziehe jetzt «ganz bewusst und konsequent einen Schlussstrich», sagte Preuß: «Die letzten Wochen hier in Antholz bei Olympia sind definitiv nicht so verlaufen, wie ich es mir vorgestellt hatte und wofür ich nach dem Gewinn des Gesamtweltcups noch einmal so hart gearbeitet habe.»

Karriere fühlt sich «einfach nur unglaublich» an

Im vergangenen Jahr erlebte Preuß die Saison ihres Lebens. Sie gewann in der Gesamtwertung und erfüllte sich einen Lebenstraum, mit einem perfekten Rennen wurde sie zudem Weltmeisterin in der Verfolgung in Lenzerheide. Die Form konnte sie jedoch nicht mit in den Olympia-Winter nehmen und wurde erneut von Krankheitspausen zurückgeworfen.

«Ich muss ehrlich sagen, wenn ich heute auf meine Karriere zurückblicke, dann fühlt sich das einfach nur unglaublich an. Als ich damals mit Biathlon angefangen habe, hätte ich mir vieles von dem, was ich erleben und erreichen durfte, wirklich nicht erträumt», sagte Preuß: «Es war eine wahnsinnig spannende Zeit mit ganz vielen besonderen Momenten. Und vor allem mit ganz vielen tollen Menschen, die ich kennenlernen durfte.»

Preuß holte elf WM-Medaillen

Preuß wird im deutschen Frauenteam nicht so schnell zu ersetzen sein. Die elfmalige WM-Medaillengewinnerin ist die erfahrenste Athletin von Bundestrainer Kristian Mehringer. Schon 2013 feierte sie ihr Debüt im Weltcup, nachdem sie im Jahr zuvor vier Goldmedaillen bei den Olympischen Jugend-Winterspielen in Innsbruck gewonnen hatte.

Die Geschichte von Preuß ist auch eine von unzähligen gesundheitlichen Rückschlägen. Sie hatte immer wieder Saison-Höhepunkte zumindest teilweise verpasst, weil sie krank war und der Körper nicht richtig mitspielte. Auch Partner Simon Schempp, selbst Ex-Weltmeister, musste sie immer wieder emotional auffangen. Weder bei Olympia 2022 noch bei den anschließenden Weltmeisterschaften 2023 in Oberhof war sie topfit und dachte schon früher ans Aufhören.

Ihr finales Rennen will Preuß nun ohne Druck angehen. «Morgen geht es nicht um Zeiten oder Platzierungen. Morgen geht es um Dankbarkeit. Ein letztes Mal alles geben», schrieb die bei Instagram.

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© dpa-infocom, dpa:260220-930-714623/2
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Olympische Winterspiele 2026
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Franziska Preuß wird nicht mehr im Weltcup starten.
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