
In 17 NRW-Städten wie etwa Duisburg oder Krefeld schauen alle gespannt auf den Sonntag. Dann wird der Bürgerentscheid ausgezählt, ob sich unsere Region für die Olympischen Spiele bewerben soll. Offenbar gibt es eine Tendenz für ein JA. Mehrere Tageszeitungen - darunter die NRZ - haben eine repräsentative Forsa-Umfrage in den betroffenen Städten in Auftrag gegeben. 54 Prozent finden es darin gut, wenn die Spiele 2036 oder später zu uns kommen. Sie erhoffen sich zum Beispiel einen Image-Gewinn, mehr Tourismus und schnellere Straßensanierungen.
Landesregierung rechnet mit hohen Einnahmen
38 Prozent sind in der Olympia-Umfrage allerdings auch gegen den Aufwand einer solchen Großveranstaltung. Sie sorgen sich vor allem um das finanzielle Risiko. Kalkuliert wird vom Deutschen Olympischen Sportbund aktuell mit Ausgaben um 4,8 Milliarden Euro. Die NRW-Landesregierung hat demgegenüber die geschätzten Einnahmen errechnet - also durch Werbung, Ticketverkäufe und TV-Rechte. Die sind mit über fünf Milliarden Euro höher als die bisher aufgestellten Kosten.