
Der Ostermarsch Rhein-Ruhr 2026 startet Samstag in Duisburg. Treffpunkt ist um halb elf an der Kuhstraße, Ecke Kuhlenwall. Von dort zieht der Marsch in drei Tagen bis nach Dortmund. Das Motto in diesem Jahr lautet: „Friedensfähig statt kriegstüchtig." Die Veranstalter richten sich damit gegen Aufrüstung, Wehrpflicht und neue Mittelstreckenraketen in Deutschland. Die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten sind die bestimmenden Themen. In ganz NRW sind in diesen Tagen mehr als ein Dutzend Ostermärsche geplant. Das Netzwerk Friedenskooperative rechnet mit mehr Teilnehmern als 2025 – damals kamen bundesweit mehr als vierzigtausend Menschen auf die Straße.
Breites Spektrum – Experte rät zur Orientierung
Die Ostermärsche sind keine einheitliche Bewegung. Das betont auch ein Friedensforscher von der Universität Duisburg-Essen. Wer mitmachen will, sollte sich vorher genau anschauen, wer hinter dem jeweiligen Marsch steckt und für welche konkreten Positionen die Veranstalter stehen. Das Spektrum reicht von Kirchengruppen und Gewerkschaften bis hin zu linksradikalen Kräften. Die Ostermärsche haben in Deutschland eine lange Tradition – sie gehen zurück auf die Proteste gegen atomare Aufrüstung in den 1960er Jahren. Seitdem sind sie jedes Jahr ein fester Teil der Friedensbewegung. In diesem Jahr treffen sie auf ein politisches Klima, in dem Verteidigung und Aufrüstung wieder stark diskutiert werden.