
In den Sommerferien war es diesmal nicht ganz so voll auf unseren Autobahnen wie sonst. Das zeigt die aktuelle Staubilanz des ADAC. In NRW standen Autofahrer insgesamt rund 13.000 Stunden - das ist ein Rückgang von über zwanzig Prozent. Der ADAC vermutet als Hauptgrund die weiterhin hohen Spritpreise. Viele Menschen hätten deshalb wohl auf größere Ausflüge verzichtet. Die meisten Nerven kostete der Verkehr am letzten Ferienwochenende. Zu den staugeplagtesten Autobahnabschnitte in NRW gehören auch mehrere bei uns - darunter die A3 zwischen Oberhausen und Köln, die A40 zwischen Duisburg und Essen, außerdem die A42 zwischen Dortmund und Kamp-Lintfort.
15.700 Staumeldungen in den Ferien in NRW
Auch die Staulänge ging um rund 15 Prozent zurück. Sie betrug etwa 21.300 Kilometer. Insgesamt registrierte der ADAC fast 15.700 Staumeldungen. Der längste Einzelstau bildete sich zum Ferienstart mit 30 Kilometern auf der A44. Um die Stauzahlen zu ermitteln, nutzt er sogenannte "Floating Car Data". Dabei senden Online-Navigationsgeräte, Smartphone-Apps und Fuhrparks großer Speditionen kontinuierlich anonymisierte Positions- und Geschwindigkeitsdaten. Täglich fließen so über 1,2 Milliarden Datensätze in die Verkehrsdatenbank ein, um Staus in Echtzeit zu berechnen.