
Die Polizei Recklinghausen hat einen 42-Jährigen festgenommen. Er steht im Verdacht, über Jahre hinweg zahlreiche Raubüberfälle begangen zu haben. Die Festnahme ist am 23. Oktober in Gladbeck erfolgt. Die Ermittlungskommission „Ladenschluss" ordnet der Serie bislang 71 Taten zu. Die meisten Überfälle haben sich im Kreis Recklinghausen und in Bottrop ereignet. Mehrere Taten sollen aber auch im Kreis Wesel und in Gelsenkirchen passiert sein. Der Mann sitzt inzwischen in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft Essen hat einen Haftbefehl beantragt, ein Richter hat ihn erlassen.
Raubserie im Kreis Wesel: So soll der Verdächtige vorgegangen sein
Der Verdächtige soll jeweils kurz vor Ladenschluss zugeschlagen haben. Laut Polizei betrat er die Geschäfte kurz vor Feierabend. An der Kasse soll er mit einer Schusswaffe Geld gefordert haben. Ging ihm die Übergabe nicht schnell genug, soll er die Kassen selbst mit Werkzeug aufgehebelt haben. Zur Flucht soll er ein E-Bike genutzt haben. Auch nach der Tat in Gladbeck hat die Polizei ein E-Bike sichergestellt, das dem Mann zugeordnet wird. Der Verdächtige hat nach bisherigen Erkenntnissen keinen festen Wohnsitz in Deutschland. Zuletzt soll er sich in einer Wohnung in Dorsten aufgehalten haben. Dort hat die Polizei bei einer Durchsuchung Beweismittel sichergestellt.
Ermittlungskommission im Kreis Recklinghausen seit 2023 aktiv
Die Ermittlungskommission „Ladenschluss" gibt es seit 2023. Ermittler der Polizei Recklinghausen haben in der Zeit viele einzelne Verfahren zusammengeführt. Sie haben Spuren ausgewertet und Zusammenhänge zwischen den Taten hergestellt. Auch die Staatsanwaltschaft Essen ist eng eingebunden. Am Freitagabend ist der Polizeistreife in Gladbeck ein Mann aufgefallen. Die Beamten haben den Verdächtigen nach kurzer Flucht vorläufig festgenommen. Ob der Mann tatsächlich für alle 71 Taten verantwortlich ist, prüfen die Ermittler jetzt.