
Telefonbetrüger werden immer kreativer. Das Landeskriminalamt warnt vor drei neuen Maschen, die derzeit am Niederrhein häufig auftreten. Die Betrüger setzen nicht mehr nur auf die bekannte Masche mit falschen Bankmitarbeitern. Sie nutzen jetzt auch bekannte Firmennamen wie Microsoft oder PayPal. Beim sogenannten Tech-Support-Betrug geben sich die Anrufer als Mitarbeiter dieser Unternehmen aus. Sie behaupten, der Computer des Opfers sei gehackt worden. Die Betroffenen sollen dann eine bestimmte Software installieren. Über diese Software gelangen die Betrüger an Passwörter und Bankdaten.
Eine weitere neue Masche läuft über angebliche Lottogewinne. Die Betrüger versprechen hohe Geldgewinne von mehreren tausend Euro. Für die Auszahlung sollen die Opfer aber erst Gebühren überweisen. Bei der dritten Betrugsart nutzen die Täter automatische Sprachnachrichten. Diese Nachrichten sind oft in schlechtem Deutsch gesprochen. Die Anrufer behaupten, eine PayPal-Zahlung werde zurückgehalten. Die Opfer sollen eine Taste drücken und werden dann mit einem angeblichen Sachbearbeiter verbunden. Die Polizei rät dringend dazu, bei verdächtigen Anrufen sofort aufzulegen. Persönliche Daten oder Bankverbindungen sollten niemals am Telefon weitergegeben werden.