Portalpraxis für Dinslaken

Portalpraxen sollen Behandlungen ausserhalb von Sprechstunden effizienter machen. In Dinslaken gibt es seit heute eine der ersten im gesamten Raum Nordrhein. Sie ist am Vincenz - Hospital angegliedert und eng mit der zentralen Notaufnahme zusammenarbeiten. Wohlfahrtsverbände und Parteien kritiseren die Ausdünnung der ärztlichen Versorgung.

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Am Wochenende sind viele Zentrale Notaufnahmen (ZNA) der Krankenhäuser rappelvoll. Oft aus Unwisssenheit werden sie auch für kleinere Wehwechen aufgesucht, obwohl dafür Notfallpraxen der niedergelassenen Ärzte zur Verfügung stehen. Ab heute gibt es in Dinslaken eine neue Form, die PORTALPRAXIS. Sie ist dem Vincenz-Hospital angegliedert und zentrale Anlaufstelle für Patienten aus dem Großraum Dinslaken. So können Patienten von der Zentralen Notaufnahme direkt an die Notfallpraxis, sprich Portalpraxis weitervermittelt werden - oder umgekehrt. Die Wege werden aber gerade für ältere Menschen immer weiter. Kritik hagelt es deshalb von überall: Der Paritätischer Wohlverfahrsverband oder Parteien fürchten eine Ausdünnung der ärztlichen Versorgung. Die Kassenärztliche Vereinigung wehrt sich aber. Es fehle einfach an Personal. Die Demografie macht auch vor Ärzten nicht halt, und junge Ärzte aufs Land zu locken sei eben schwierig. Klar seien Menschen ohne Fahrmöglichkeiten benachteiligt, aber Bettlägerige können nach wie vor auch einen Hausbesuch anfordern. Auch in Moers soll es am Bethanienkrankenhaus demnächst eine reine Portalpraxis geben, in dem der Notdienst gebündelt wird. Im Raum Wesel bleibt es zunächst bei dem System mit den wechselnden Notfallpraxen.

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