
Zwischen dem Ruhrgebiet und den Niederlanden sollen ab 2028 deutlich mehr Fernzüge fahren. Die Niederländische Eisenbahn plant eine neue Intercity-Verbindung zwischen Amsterdam, Utrecht, Arnheim und Nordrhein-Westfalen. Die Züge sollen alle zwei Stunden unterwegs sein. Zusammen mit den bestehenden ICE-Verbindungen würde es dann stündlich schnelle Züge zwischen Amsterdam und dem Ruhrgebiet geben. Zum Einsatz kommen sollen künftig neue IC-Züge mit bis zu 200 Stundenkilometern. Noch offen ist, ob die neuen Fernzüge auch in Wesel und Emmerich halten. Bisher sind beide Städte nur über den Regionalverkehr mit den Niederlanden verbunden.
Wachsende Konkurrenz für Staatsbahnen
Hintergrund der Pläne zwischen Nordrhein-Westfalen und den Niederlanden ist die zunehmende Konkurrenz für die angestammten Staatsbahnen im Fernverkehr. Seit März setzt das private niederländische Unternehmen Govolta Züge zwischen Amsterdam und Berlin ein. Ab Dezember will Govolta auch auf der Verbindung von Amsterdam nach Paris fahren. Mit dem Reservieren von Fahrtrassen für die neuen IC-Züge zwischen Amsterdam und dem Ruhrgebiet machen DB und NS möglichen Mitbewerbern auch den Einsatz schneller Züge auf der Verbindung schwerer.