
Nach dem tödlichen Raser-Unfall in Wesel-Blumenkamp beginnt heute der Prozess. Ein 19-Jähriger ist wegen Mordes angeklagt. Er soll vor rund einem Jahr mit Tempo 139 über die Hamminkelner Landstraße gerast sein - erlaubt sind dort 40. In der Bahnunterführung soll er die Kontrolle über seinen BMW verloren haben. Sein Auto prallte gegen den Kleinwagen einer 67-jährigen Weselerin. Die Frau überlebte den Unfall nicht. Die Staatsanwaltschaft Duisburg wirft dem Mann vor: Er hat den Tod der Frau billigend in Kauf genommen. Für den Prozess sind fünf Verhandlungstage geplant - das Urteil soll am 19. Dezember fallen.
Noch immer Raser auf der Hamminkelner Landstraße
Die Weseler SPD hatte zuletzt in der NRZ mehr Kontrollen auf der Hamminkelner Landstraße gefordert. Trotz des tödlichen Unfalls wird hier offenbar weiterhin gerast. Die Sozialdemokraten sehen die Gefahr vor allem in den Abend- und Nachtstunden. Sie beklagen auch eine Lärmbelästigung. Gefährlich ist vor allem der Bereich an der Bahnunterführung, wo sich auch der Unfall ereignet hatte. Neben den Kontrollen schlägt die SPD auch bauliche Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung und Tempoanzeigetafeln vor. Die Stadt Wesel plant außerdem schon die Anschaffung eines eigenen Blitzers ohne Personal. Auch der könnte hier in den Nachtstunden blitzen.