
Am Landgericht Essen beginnt heute der Prozess um rund 100 gefälschte Noten an der Universität Duisburg-Essen. Eine frühere Angestellte der Hochschule steht vor Gericht. Die 42-Jährige soll gegen Geld Noten von mindestens 40 Studierenden verbessert haben. Rund vier Jahre lang soll sie dafür in das universitätseigene IT-System eingegriffen haben. Laut Anklage verlangte sie als Gegenleistung mindestens 400 Euro. Betroffen waren vor allem die Wirtschaftswissenschaften.
Weiterer Verdächtiger ist mitangeklagt
Der Bestechungsskandal an der Uni Duisburg-Essen hatte 2022 für Schlagzeilen gesorgt. Als Konsequenz daraus hatte die Hochschule den Prozess der Noteneingabe abgeändert. Neben der 42-jährige Verwaltungsmitarbeiterin ist auch noch ein Ex-Student angeklagt. Er soll den direkten Kontakt zu den Studierenden gehabt haben. Die Richter haben für den Prozess sieben Verhandlungstage bis Ende April vorgesehen.