
Das Landgericht Verden hat Daniela Klette heute zu 13 Jahren Haft verurteilt. Die Richter sehen es als erwiesen an, dass die 67-Jährige gemeinsam mit Burkhard Garweg und Ernst-Volker Staub über Jahre hinweg Geldtransporter und Supermärkte ausgeraubt hat. Das Gericht spricht sie schuldig – wegen schweren Raubes, Verstößen gegen das Waffengesetz und weiterer Straftaten. Der Prozess hatte im März 2025 in Niedersachsen begonnen. Ursprünglich ging es um mehr Taten – während des Verfahrens entscheiden die Richter, fünf davon nicht weiter zu verfolgen. Am Ende stehen acht Überfälle im Fokus. Die Täter haben dabei insgesamt mehr als zwei Millionen Euro erbeutet. Die Staatsanwaltschaft hatte 15 Jahre gefordert. Die Verteidigung plädierte auf Freispruch – sie sieht keine ausreichenden Beweise für eine Beteiligung ihrer Mandantin.
Überfall in Duisburg-Rheinhausen – Bezug zur Region Wesel und Niederrhein
Auch die Region am Niederrhein spielt in diesem Verfahren eine Rolle. Einer der acht Überfälle hat sich vor rund 27 Jahren in Duisburg-Rheinhausen abgespielt. Damals greifen die Täter einen Geldtransporter an – mit Panzerfaust und Maschinenpistolen. Die Wachleute überleben den Überfall. Vor Gericht schildern sie eindringlich ihre Todesangst. Klette und ihre mutmaßlichen Komplizen sollen sich mit solchen Überfällen ihr Leben im Untergrund finanziert haben. Über 30 Jahre lang lebt Klette unter falschem Namen – sie gehört zu den meistgesuchten Frauen Deutschlands. Im Februar 2024 fliegt sie in ihrer Berliner Wohnung auf. Bei der Festnahme finden die Ermittler Waffen, Munition, eine Panzerfaust-Attrappe, gefälschte Ausweise, Perücken, Gold und 240.000 Euro Bargeld. Seitdem sitzt sie in Untersuchungshaft. Nach ihren mutmaßlichen Komplizen Garweg und Staub wird weiterhin gefahndet.