
Im Kreis Wesel sind seit rund zwei Jahren auch Ranger zum Schutz der Wälder unterwegs. Jetzt wurde eine erste Bilanz gezogen. Demnach gab es bisher über 800 Kontakte mit Waldbesuchern. Die meisten davon waren freundlich. Nur in rund jedem zehnten Fall war eine Ermahnung oder sogar Verwarnung nötig. Hinzu kommen etwa nochmal genau so viele Kontakte durch spezielle Bildungsangebote. Das zeigt, dass die Ranger eine wichtige Aufklärungsarbeit leisten. Sie sind flexibel und immer zu zweit auf "Streife" - vor allem rund um Wesel-Diersfordt, verstärkt aber auch im Dämmerwald oder in Hünxe und Dinslaken.
Wilde Müllkippen und illegale Pisten
Besonders problematisch sind wilde Müllkippen, so der Bericht. Einzelner Abfall taucht nur sporadisch auf. Noch schlimmer ist da das Abladen ganzer Anhänger. Schutt, Hausrat und Grünschnitt wurden haufenweise im Wald gefunden. Ärgerlich ist, dass die Verursacher so gut wie nie greifbar sind bzw. in flagranti erwischt werden. Auch illegale Mountainbike-Strecken bereiten den Waldschützern Sorge. Als Hotspot wurde etwa der Bereich Testerberge in Hünxe festgestellt. Neben Rücksichtslosigkeit gegenüber Spaziergängern führten die Rampen auch zu mehr Müll und Baumschäden.
Zusammenarbeit mit Forstbetrieben
Die Ranger-Projekte im Kreis Wesel sind insgesamt eine Erfolgsgeschichte. Begonnen haben sie mit dem RVR. Dabei ging es vor allem um Schutzgebiete entlang von Rhein- und Lippeauen. Nach jahrelang positiven Erfahrungen folgten dann zwei weitere Ranger in Zusammenarbeit mit den Forstbetrieben. Sie sind für den Schutz der Wälder zuständig. 2023 war die Kooperationsvereinbarung unterschrieben worden. Sie sichert den Einsatz der Wald-Ranger bis Ende 2027. Eine Verlängerung um weitere fünf Jahre scheint nach der bisherigen Erfolgsbilanz durchaus wahrscheinlich.