
In Moers ist vor sieben Jahren eine 43-jährige Mutter gestorben, weil sich zwei Autofahrer ein Rennen geliefert haben. Der Fall hatte bundesweit viele Menschen erschüttert. Jetzt gibt es ein weiteres Nachspiel vor Gericht - auch wenn das illegale Rennen dabei nur indirekt eine Rolle spielt. Einer der verurteilten Raser klagt laut RP gegen seine Abschiebung. Der heute 28-Jähriger ist damals für das tödliche Rennen zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Drei Anläufe gab es für das Urteil - anfangs hieß es sogar lebenslänglich. Die Haftstrafe hat der gebürtige Kosovare jetzt fast abgesessen. Danach will er weiter in Duisburg leben. Die Stadt will ihn aber als verurteilten Straftäter ausweisen.
Gericht entscheidet am 25. März
Bei dem 28-Jährigen handelt es sich laut Zeitung um den Raser, der nach dem Unfall geflüchtet war. Der damals 22-Jährige lief weg, ohne sich um die Schwerverletzte zu kümmern. Erst nach acht Tagen meldete er sich bei den Behörden, begleitet von einem Anwalt, schreibt die Zeitung. Grundsätzlich können Ausländer aus Deutschland ausgewiesen werden, wenn ihre begangene Straftat die öffentliche Sicherheit gefährdet hat. Abgewogen wird dann zwischen dem Sicherheitsrisiko und den persönliche Verhältnissen. Am 25. März entscheidet jetzt das Gericht, wie es mit dem 28-Jährigen weitergeht.