
Nach dem gewaltsamen Tod eines 35-jährigen Niederländers in einem Hotel in Rees gibt es neue Details. Das Opfer saß im Rollstuhl und war auf fremde Hilfe angewiesen. Laut Staatsanwaltschaft Kleve suchte er sich wegen seiner Behinderung regelmäßig Menschen, die ihn bei Ausflügen unterstützten. Der mutmaßliche Täter soll einer dieser Menschen gewesen sein. Beide Männer checkten am Samstag gemeinsam in ein Hotel in Rees ein. Als sie Sonntagmittag nicht wie vereinbart auscheckten, öffnete das Personal die Zimmertür. Die Mitarbeiter fanden den 35-Jährigen leblos in seinem Zimmer. An dem Leichnam waren Würgemale erkennbar.
Festnahme in Almelo – Auslieferung nach Raubmord in Rees beantragt
Die Ermittlungen führten in die niederländische Stadt Almelo. Dort wohnt der 42-jährige Tatverdächtige. Das Auto des Opfers stand vor seinem Haus geparkt. Auch die Geldbörse des 35-Jährigen soll er entwendet haben. Eine Beziehungstat schließt die Staatsanwaltschaft Kleve nach aktuellem Stand weitgehend aus. Raub gilt als zentrales Motiv. Das Amtsgericht Kleve hat Haftbefehl wegen Mordes in Tateinheit mit Raub mit Todesfolge erlassen. Zusätzlich wurde ein Europäischer Haftbefehl erwirkt. Die Staatsanwaltschaft Kleve hat einen Auslieferungsantrag gestellt. Die Ermittlungen dauern an.