
Bei der Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft, kurz DVV, besteht Verdacht auf Untreue. Heute hat die Staatsanwaltschaft die Wohnungen von zwei ehemaligen Geschäftsführern durchsuchen lassen. Das berichten verschiedene Medien. Den Männern werden Unregelmäßigkeiten bei Gehaltszahlungen an Betriebsräte vorgeworfen. Im Raum steht der Vorwurf der Bestechung. Deswegen wurden zwei Vorstandsmitglieder mit sofortiger Wirkung entlassen. Bei den Durchsuchungen haben die Fahnder weitere Unterlagen, Handys, Computer und Datenträger sichergestellt. Diese werden nun ausgewertet.
Dokumente sollen gezielt beseitigt worden sein
Nach bekanntwerden des Skandals sollen wichtige Unterlagen verschwunden sein. Die Ermittler gehen davon aus, dass brisante Dokumente gezielt vernichtet wurden. Die ehemaligen Geschäftsführer sollen Mitarbeiter dazu aufgefordert haben. Deshalb werde auch wegen Anstiftung zur Urkundenunterdrückung und des Verdachts der versuchten Strafvereitelung ermittelt. Die DVV ist für Duisburg besonders wichtig: Sie betreibt unter anderem den Nahverkehr sowie die Energie- und Wasserversorgung. Die Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft zählt mit mehr als 4.500 Mitarbeitern (Ende 2024) zu den großen Arbeitgebern der Stadt. Die Ermittlungen laufen weiter.