
Wesel feiert am Samstag seinen ersten eigenen Christopher Street Day - für Toleranz und Vielfalt. Der Zuspruch ist schon jetzt riesig. Rechtsextremen gefällt das aber offenbar gar nicht. "Die Heimat" plant jetzt eine Gegendemo. Dabei handelt es sich um die Nachfolgepartei der NPD. Der Verfassungsschutz stuft sie als rechtsextremistisch ein. Die Polizei ist am Samstag mit verstärkten Kräften vor Ort in Wesel. Die Gegendemo startet zwei Stunden früher als der CSD. Die Route soll außerdem anders verlaufen.
Wesels Bürgermeister zeigt Haltung
Im Vorfeld des Christopher Street Days waren auch Beschwerden bei Wesels Bürgermeister Rainer Benien eingegangen. Er hat die Schirmherrschaft für den CSD übernommen. Auf Schreiben gegen die Durchführung reagierte er mit aller Deutlichkeit. Die Schirmherrschaft sei für ihn "ein klares Bekenntnis zu Respekt, Menschenwürde und einem friedlichen Zusammenleben". Wesel sei ein Ort, an dem Menschen unterschiedlicher Herkunft, Religion, Weltanschauung und Lebensweise respektvoll zusammenleben.
Das ist der geplante Ablauf des CSD:
Das Motto des Weseler CSD lautet "Nie wieder still". Der Demozug soll bunt, laut, sichtbar und friedlich werden, sagen die Organisatoren. Er startet am 11. Juli um 15 Uhr am Großen Markt und führt bis zum Berliner Tor. Außerdem sind Infostände und ein Bühnenprogramm geplant - u.a. mit Dragqueen, Bauchtanz und Live-Musik. Zu den Schirmherren gehören neben Bürgermeister Rainer Benien auch die CDU-Landtagsabgeordnete Charlotte Quik und das Weseler Prinzenpaar.