
Bei der Reit-Weltmeisterschaft in Aachen hat Isabell Werth am Samstag in der Kür die Bronzemedaille gewonnen. Für die 57-Jährige aus Rheinberg ist es bereits die 14. WM-Medaille ihrer Karriere. Mit ihrer Stute Wendy de Fontaine erreichte sie 88,650 Prozentpunkte. Vor rund 40.000 Zuschauern im Aachener Hauptstadion feierte das Publikum sie mit lautem Applaus. Den Sieg holte die Britin Charlotte Fry mit ihrem Pferd Glamourdale. Werth selbst zeigte sich nach dem Ritt zufrieden. „Ich habe nichts unversucht gelassen", sagte die Rekordreiterin laut dpa nach der Prüfung. Damit rundete sie ihre WM-Woche in Aachen erfolgreich ab.
Rheinberger Reiterin Werth verpasst Freitag knapp Podest
Am Freitag hatte es für Werth im Grand Prix Spécial nicht ganz gereicht. Bei großer Hitze wurde sie dort nur Vierte. Die Bronzemedaille ging stattdessen an ihre Teamkollegin Katharina Hemmer. Werth selbst zeigte sich nach dem knappen Verpassen des Podests etwas enttäuscht. „Ein kleines Tickchen hat gefehlt", sagte sie laut dpa nach dem Ritt. Trotzdem gratulierte sie ihrer Teamkollegin Hemmer noch im Stadion. Die Wettkämpfe fanden bei Temperaturen von rund 35 Grad statt. Auch die Bundestrainerin Monica Theodorescu betonte laut dpa, die Pferde würden die Hitze gut vertragen.
Reit-WM Aachen startete für Werth mit Team-Gold
Den Auftakt der WM-Woche hatte Werth bereits am Mittwoch erfolgreich gestaltet. Gemeinsam mit dem deutschen Team gewann sie die Goldmedaille im Mannschaftswettbewerb. Es war bereits der 13. Team-Titel für die deutsche Dressur-Equipe bei einer Weltmeisterschaft. Neben Werth gehörten auch Katharina Hemmer, Frederic Wandres und Raphael Netz zum erfolgreichen Team. Mit dem Mittwoch-Erfolg, dem vierten Platz am Freitag und der Bronzemedaille am Samstag sammelte Werth bei dieser WM insgesamt zwei Medaillen. Die Dressur-Wettbewerbe der WM in Aachen sind damit abgeschlossen. Die Reit-Weltmeisterschaft läuft insgesamt noch bis zum 23. August.