
Die Rheinberger Weltklasse-Dressurreiterin Isabell Werth übt scharfe Kritik an Social Media. In einem FAZ-Interview erklärte sie, das sei inzwischen eine kranke Welt. Es gebe regelrechte Stalker, die gezielt ein schlechtes Bild schaffen wollen. Schon das Wort Qualität in Zusammenhang mit Pferden löse extreme Reaktionen aus. Werth geht davon aus, dass mittlerweile 80 bis 90 Prozent ihrer Kollegen diesen Druck empfinden. Von Menschen außerhalb der klassischen Reitsport-Gemeinde gebe es dagegen sehr viel Wertschätzung.
Mehr Regulierung in den Sozialen Medien
Die mehrfache Olympiasiegerin wehrt sich außerdem gegen den Vorwurf der Tierquälerei im Reitsport. «Die Position des Pferdes in der Gesellschaft hat sich total verändert, und das ist gut so. Unseren Pferden geht es heute viel besser als früher, besser als einem Großteil der Menschen auf dieser Welt», sagte die 57-Jährige im Vorfeld der WM in Aachen. Sie ist vor allem zum Schutz gerade junger Menschen für eine strengere Regulierung von Social Media in allen Bereichen.