
Autofahrer über die Niederrheinbrücke in Wesel müssen sich in den nächsten Wochen auf noch mehr Staus einstellen. Straßen NRW hat jetzt mehrere Sperrungen angekündigt. Der Hintergrund: Der Landesbetrieb startet nächsten Montag (17.8.) mit der Hauptprüfung der Brücke. Der große Check-Up ist alle sechs Jahre gesetzlich vorgeschrieben. Für die Untersuchung der Pfeiler und der Brückenkonstruktion muss schweres Spezialgerät eingesetzt werden. Deshalb gibt es keine Alternative zu den Sperrungen. Zuerst fällt tagsüber nur eine Spur weg. Dann wird die viel befahrene Weseler Brücke sogar an zwei Wochenenden komplett gesperrt. Im September werden dann noch die Seile gereinigt, weshalb weiter Spuren dicht gemacht werden müssen.
Eine Spur oder Vollsperrung über Wochen
Insgesamt dauern die Arbeiten für die Hauptprüfung der Niederrheinbrücke bis Ende September. Los geht es in der Woche vom 17. bis 21. August. Dann wird tagsüber von 9 bis 16 Uhr der rechte Fahrstreifen in Richtung Geldern gesperrt. In der Folgewoche (24.-28.8.) betrifft das zur selben Zeit die Spur in Richtung Wesel. An den letzten beiden August-Wochenenden (21.8., 20 Uhr - 24.8., 5 Uhr und 28.8., 20 Uhr - 31.8., 5 Uhr) gibt es dann sogar eine Vollsperrung. Die wird etwa genutzt, um parallel auch die kleinere Schillbrücke über die Lippe zu prüfen und kleinere Fahrbahnschäden auszubessern. Während der Vollsperrungen führt die Ausweichstrecke für euch über die B67 und die Rheinbrücke Rees-Kalkar. Für die Reinigung der Seile wird die innere Spur dann noch vom 31. August bis zum 25. September gesperrt.
Fußgänger und Radfahrer kommen weiter durch
Fußgänger und Radfahrer können die Brücke an den beiden Sperrwochenenden grundsätzlich passieren, sagt Straßen NRW. Tagsüber von ca. 7:30 bis 17:30 Uhr geht das allerdings nur in Abstimmung mit den Brückenprüfern. Sicherungsposten begleiten die Querungen. Dabei können Wartezeiten von bis zu 15 Minuten entstehen.