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 Rheinpegel bei Wesel unter Tiefstwert trifft Schifffahrt
© FUNKE Foto Services
Luftbild vom Rhein im Sommer 2026 bei Voerde-Ork. Historisches Niedrigwasser mit nur zum Teil beladenen Binnenfrachtschiffen.
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Rheinpegel bei Wesel unter Tiefstwert trifft Schifffahrt

Der Rheinpegel in Wesel hat Ende September deutlich unter dem bisherigen offiziellen Tiefstwert gelegen. Für die Schifffahrt deutet sich etwas Entlastung an.

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Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Rhein bestätigt auf Radio-K.W.-Anfrage für den 29. September 2026 einen Tagesmittelwert von 58 Zentimetern am Pegel Wesel. Das ist der durchschnittliche Wasserstand über den gesamten Tag. Der bisherige offizielle Tiefstwert liegt bei 88 Zentimetern und stammt vom 17. August 2022. Der bestätigte Tagesdurchschnitt von Ende September liegt damit 30 Zentimeter darunter. Einen neuen geprüften Niedrigstwasserstand hat das Amt noch nicht veröffentlicht. Deshalb führt der offizielle Pegel-Steckbrief weiterhin die bisherige Marke auf.

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Niedrigwasser macht Schiffstransporte unwirtschaftlicher

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Güterschiffe können bei Niedrigwasser weniger Ladung aufnehmen. Das erklärt das Schifffahrtsamt in seiner Antwort an Radio K.W. Mit sinkendem Pegel werden Fahrten zunehmend unwirtschaftlich. Je nach Schiffstyp und Tiefgang können sie auch nicht mehr möglich sein. Ein allgemeines Fahrverbot ab einem bestimmten niedrigen Rheinpegel gibt es allerdings nicht. Anders als bei Hochwasser gelten dafür keine offiziellen Grenzwerte. Über den Betrieb der Rheinfähren entscheiden die jeweiligen Betreiber ebenfalls in eigener Verantwortung.

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Rheinpegel ist nicht gleich Wassertiefe

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Am Freitag, 23. Oktober, um fünf Uhr morgens hat der Pegel Wesel laut ELWIS bei 81 Zentimetern gelegen. Auch dieser Messwert liegt unter der bisher offiziell aufgeführten Tiefstmarke von 88 Zentimetern. Das bedeutet aber nicht, dass die Fahrrinne nur 81 Zentimeter tief ist. Für den zugehörigen Rheinabschnitt ergibt sich bei diesem Pegelstand eine rechnerische Fahrrinnentiefe von 1,87 Metern. Grundlage sind 2,80 Meter Fahrrinnentiefe bei einem Bezugswasserstand von 174 Zentimetern. Die Rechnung lautet deshalb 280 plus 81 minus 174 Zentimeter. Schiffe müssen laut Schifffahrtsamt zusätzlich einen Sicherheitsabstand zum Flussboden einhalten. Ihr möglicher Tiefgang liegt deshalb unter der errechneten Fahrrinnentiefe.

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Niedrigwasser und der Ausblick für Duisburg-Ruhrort

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Die vorliegende ELWIS-Prognose für den Rheinpegel bei Duisburg-Ruhrort deutet über das Wochenende auf steigende Wasserstände hin. Sie stammt von der Bundesanstalt für Gewässerkunde. Am Freitagmorgen hat der Pegel dort bei 145 Zentimetern gelegen. Für Samstagabend nennt die Abschätzung 158 Zentimeter. Bis Montagmorgen könnte der Wasserstand auf 208 Zentimeter steigen.

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