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Rheinpegel sinkt auf historisches Tief
© FUNKE Foto Services
Luftbild vom Rhein im Sommer 2026 bei Voerde-Ork. Historisches Niedrigwasser mit nur zum Teil beladenen Binnenfrachtschiffen.
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Rheinpegel sinkt auf historisches Tief

Der Rhein-Pegel in Wesel fällt auf ein neues Rekordtief. Auch die Fähre "Keer Tröch" bleibt deshalb weiter am Kai.

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Der Rheinpegel in Wesel liegt aktuell bei 78 Zentimetern. Damit unterschreitet er weiterhin deutlich die bisherige Rekordmarke von 88 Zentimetern aus dem Jahr 2022. Am vergangenen Samstag rutscht der Wert sogar auf 77 Zentimeter. Das ist der bisher niedrigste Stand in dieser Serie. Eine echte Trendwende gibt es nicht. Der Pegel pendelt seit Tagen nur knapp über dieser Marke. Die Fahrrinne am Niederrhein ist nach Angaben der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung nur noch 1,90 Meter tief. Gleichzeitig steigt die Wassertemperatur im Rhein auf über 23 Grad zwischen Köln und Kleve. Die Rheinfähre "Keer Tröch" zwischen Wesel-Bislich und Xanten kann deshalb weiterhin nicht fahren. Auch der übrige Schiffsverkehr auf dem Rhein bleibt stark eingeschränkt. Die Weseler Hafengesellschaft Deltaport rechnet in den kommenden sechs Wochen mit keiner Besserung der Lage. Als Reaktion darauf hat Nordrhein-Westfalen das Lkw-Fahrverbot an Sonn- und Feiertagen vorübergehend aufgehoben. Erste Lastwagen sind deshalb bereits am Wochenende auf den Autobahnen unterwegs gewesen. Ziel ist es, die Versorgung trotz Niedrigwasser sicherzustellen.

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Auch Nebenfluss Issel bei Wesel führt kaum noch Wasser

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Betroffen von der Trockenheit ist längst nicht nur der Rhein. Auch die Issel führt in Teilen kein Wasser mehr. Am Arboretum in Hamminkeln ist der Fluss bereits komplett trockengefallen, schreibt die NRZ. Für Fische gibt es dort aktuell keinen Lebensraum mehr. Die Untere Fischereibehörde des Kreises Wesel bereitet sich deshalb bereits auf eine mögliche Rettungsaktion vor. Auch bundesweit spitzt sich die Lage weiter zu. Am Pegel Kaub zwischen Koblenz und Mainz erwartet der Bundesverband der Binnenschifffahrt in dieser Woche erstmals einen einstelligen Wert. Damit wäre der Rhein praktisch nicht mehr durchgehend befahrbar. Der Fluss würde sich faktisch in zwei getrennte Schifffahrtsgebiete aufteilen. Regen ist vorerst nicht in Sicht. Die Wetterprognosen für die kommende Woche zeigen weiterhin trockenes und heißes Wetter mit Temperaturen über 30 Grad.

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