
Der Tiergarten Kleve meldet Nachwuchs bei den Roten Pandas. Am 21. Juni 2026 kamen zwei Jungtiere zur Welt. Eltern sind Pandaweibchen Kamala und Panda-Männchen Janak. Das Paar wurde im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms EEP zusammengestellt. Ziel ist der langfristige Erhalt einer genetisch gesunden Population in Zoos. Tiergartenleiter Dr. Martin Polotzek: „Jede erfolgreiche Nachzucht ist ein wichtiger Beitrag zum internationalen Artenschutz." Rote Pandas gelten weltweit als stark bedroht. Experten schätzen die Wildpopulation auf rund 10.000 Tiere.
Kleve – Nachwuchs noch nicht zu sehen
Die beiden Jungtiere sind derzeit noch nicht zu besichtigen. Sie befinden sich in der Wurfhöhle und werden dort von Mutter Kamala versorgt. Polotzek: „In den ersten Lebenswochen benötigen die Jungtiere viel Ruhe." Einen tiermedizinischen Gesundheitscheck gibt es noch nicht – um Störungen zu vermeiden. Das Geschlecht der Tiere ist deshalb noch unbekannt. Wann der Nachwuchs erstmals im Außengehege zu sehen ist, steht noch nicht fest.
Tiergarten Kleve schützt Rote Pandas auch in Nepal
Rote Pandas sind durch Lebensraumverlust, Waldzerschneidung und illegalen Wildtierhandel bedroht. Ihre Population sinkt – trotz gesetzlichem Schutz. Der Tiergarten Kleve engagiert sich deshalb seit 2021 für das Red Panda Network in Nepal. Jährlich fließen 10.000 Euro in das Projekt – finanziert durch einen Artenschutzbeitrag in jedem Zooticket. Das Geld geht in Aufklärungsarbeit, nachhaltige Landwirtschaft und die Ausbildung lokaler Forest Guardians. Der Tiergarten ist im Juli und August donnerstags bis sonntags von 9 bis 21 Uhr geöffnet, montags bis mittwochs von 9 bis 18 Uhr.