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Ruhe nach Sikh-Tempel-Eskalation in Moers
© Arnulf Stoffel Funke Foto Services
Polizeieinsatz am Sikh-Tempel in Moers-Scherpenberg am 19. April 2026.
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Ruhe nach Sikh-Tempel-Eskalation in Moers

Am Sikh-Tempel in Moers-Scherpenberg ist es ruhiger geworden. Nach der Eskalation im April zeigen mehrere Maßnahmen offenbar Wirkung.

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Der Sikh-Tempel an der Siegfriedstraße in Moers-Scherpenberg ist das Gotteshaus einer Religion mit Wurzeln in Indien. Der Verein der Glaubensgemeinschaft besteht schon seit über 20 Jahren. Am 19. April 2026 geraten dort zwei Personengruppen während einer Gebetsstunde aneinander. Vier Menschen werden dabei leicht verletzt, eine Person erleidet eine Schnittwunde. Zum Zeitpunkt der Auseinandersetzung halten sich laut RP rund 400 Menschen im Tempel auf. Weil Zeugen von Schussgeräuschen berichten, fordert die Polizei zusätzlich das SEK an. Die Straße wird abgesperrt, ein Hubschrauber kreist über dem Gelände. Die Staatsanwaltschaft stellt später klar: Eine echte Schusswaffe kommt nicht zum Einsatz. Die Geräusche stammen möglicherweise von Reizgas, mehrere Besucher klagen über Augenreizungen. Die Polizei nimmt vier Menschen vorübergehend fest, für eine U-Haft reicht es nicht. Der genaue Auslöser des Streits bleibt zunächst unklar, laut Zeugenaussagen soll es um die Führung der Gemeinde gegangen sein.

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Sicherheit am Sikh-Tempel in Moers heute

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Rund um den Sikh-Tempel in Moers ist es seit dem Vorfall im April deutlich ruhiger geworden. Ein Sicherheitsdienst kontrolliert seitdem den Eingang zum Gebäude. Zusätzlich sorgt eine Kameraüberwachung für mehr Kontrolle auf dem Gelände. Der Vorstand hat außerdem mit gerichtlicher Hilfe Hausverbote gegen mehrere ehemalige Mitglieder durchgesetzt, schreibt die NRZ. Anwohner berichten von weniger Lärm und weniger Falschparkern in der Nachbarschaft. Ein Grund dafür ist offenbar, dass deutlich weniger Sikhs aus anderen Städten im Ruhrgebiet anreisen. Auch die Stadt Moers bestätigt die ruhigere Lage und verweist auf den Sicherheitsdienst als Pflicht des Vereinsvorstands. Der zentrale Außendienst der Stadt zeigt demnach in den ersten Wochen nach der Eskalation verstärkt Präsenz vor Ort. Die Kreispolizei Wesel teilt auf Anfrage mit, dass es seit dem 19. April keinen weiteren Einsatz an der Siegfriedstraße gegeben hat. Zu den Hintergründen der Auseinandersetzung im April laufen die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Moers weiter.

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