Rund 2000 Menschen bei Diebels-Demo in Issum

Die Beschäftigten bei der Traditionsbrauerei Diebels in Issum bekommen viel Solidarität zu spüren. Gestern demonstrierten laut NGG 2000 Menschen gegen den geplanten Stellenabbau.

© Olaf Fuhrmann / FUNKE Foto Services

Ein Dorf am Niederrhein stemmt sich gegen einen Brauerei-Riesen. Gestern sind laut Gewerkschaft NGG rund 2000 Menschen in Issum auf die Straße gegangen. Sie kämpfen darum, dass die Traditionsmarke Diebels nicht kaputt gespart wird. Der Eigentümer plant hier im nächsten Jahr einen massiven Stellenabbau. Rund die Hälfte der Belegschaft ist betroffen. Bei der Demo gestern zeigten auch viele Issumer Vereine und Beschäftigte anderer Brauereien ihre Solidarität.

Begründet werden Einsparungen mit geschrumpften Biermarkt

Die Übernahme von Diebels liegt jetzt rund 20 Jahre zurück. Eigentümer ist das belgische Unternehmen Anheuser-Busch Inbev, die weltweit größte Brauereigruppe. Sie begründet die Einsparungen mit dem geschrumpften Biermarkt und gestiegenen Kosten. Neben dem Stellenabbau kritisiert die Gewerkschaft NGG auch, dass noch kein schlüssiges Konzept vorliegt, wie es mit reduzierter Belegschaft weitergehen soll.

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