Rund 50 Besucher besichtigten Tierkrematorium in Wesel

Ein geplantes Tierkrematorium im Gewerbegebiet am Hufenkamp macht vielen Schermbeckern Sorgen. Beim Tag der offenen Tür konnten sie sich jetzt das Krematorium in Wesel ansehen.

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Ein Tierkrematorium in der Nachbarschaft stinkt und ist laut - das sind die Gedanken vieler Schermbecker, wenn es um das geplante Projekt am Hufenkamp geht. Der Betreiber Cremare sagt: Das stimmt so nicht - und hat deswegen am Samstag (31. August) zum Tag der offenen Tür eingeladen. In Wesel gibt es an der Lackfabrik schon ein Krematorium für Kleintiere. Besonders die Schermbecker waren eingeladen, sich das Krematorium im Betrieb anzusehen. 6000 Handzettel hatte der Betreiber vorab an sie verteilt. Insgesamt kamen allerdings nur etwa 50 Besucher. Die deutlichsten Kritiker blieben weg, das war zumindest der Eindruck der Mitarbeiter von Cremare. Das Feedback der Besucher sei allerdings durchweg positiv gewesen, berichtet Anja Pallinger von Cremare. Es habe sehr intensive Gespräche gegeben, vor allem mit Schermbeckern. Viele waren überrascht, dass das Tierkrematorium doch ganz anders sei, als sie es sich vorgestellt hatten.

Kritiker sollen sich selbst ein Bild machen

Wer zum Tag der offenen Tür verhindert war, kann das Krematorium in Wesel trotzdem noch besichtigen. Dafür ist lediglich eine Terminabsprache mit dem Betreiber Cremare nötig.


Das sind die Pläne für Schermbeck

Der Betreiber Cremare sucht einen Standort, der nah an Wesel gelegen ist. Er würde in Schermbeck nicht nur ein Krematorium bauen, sondern auch den Hauptsitz des Unternehmens inklusive Verwaltung ansiedeln. Dort sollen zunächst Pferde, die nicht als Nutztiere gehalten werden, eingeäschert werden. Optional könnte es in der Zukunft einen weiteren Ofen für verstorbene Haustiere wie Hunde, Katzen oder Nager geben. Das Unternehmen Cremare ist 1996 von einem Tierarzt in Wesel gegründet worden und betreibt inzwischen deutschlandweit Tierkrematorien.

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