
In der Metropole Ruhr könnten noch viel mehr Solaranlagen entstehen. Aktuell werden zum Beispiel nur elf Prozent der möglichen Dächer genutzt. Das möchte der Regionalverband Ruhr ändern. Laut NRZ schlägt er einen Solarpakt zwischen den Städten und Kreisen bei uns vor. Dabei geht es auch um neue Flächen etwa auf Halden, Flächen, Deponien und Gewässern. Morgen sollen die Pläne bei einem Netzwerktag in Essen vorgestellt werden. Der RVR selbst plant, seine Kapazitäten an erneuerbaren Energien mittelfristig zu verachtfachen. Allein die sechs Seen in seiner Zuständigkeit würden eine Fläche von 60 Hektar für schwimmende Photovoltaik-Anlagen bieten.
Signal an Bundesregierung senden
Der RVR hat errechnet, dass gerade in Städten mit wenig Freiflächen die kleineren Balkonkraftwerke geradezu boomen. Für ihn ist das auch ein Zeichen, dass die Menschen hier hinter der Energiewende stehen. Demnach haben sie verstanden, dass es in Zeiten drastisch steigender Öl- und Gaspreise Sinn ergibt, auf Erneuerbare Energien umzustellen. Kritik vom RVR gibt es deshalb im NRZ-Interview an den Plänen der Bundesregierung, die Vergütung für kleinere Solaranlagen auf den Dächern zu streichen. Der Solarpakt soll auch ein Signal an Berlin sein.