Anzeige
Sanitäter-Skandal in Kamp-Lintfort - Revision eingelegt
© helmutvogler - Fotolia
Teilen:

Sanitäter-Skandal in Kamp-Lintfort - Revision eingelegt

Nach dem Urteil gegen einen falschen Sanitäter hat die Verteidigung Revision eingelegt. Der 30-Jährige war nach einem Todesfall in Kamp-Lintfort zu zehn Jahren verurteilt worden.

Veröffentlicht:

Anzeige

Ein falscher Notfallsanitäter soll den Tod eines Kamp-Lintforters verschuldet haben. Gegen seine Haftstrafe von zehn Jahren hat er jetzt Einspruch eingelegt. Vor rund zwei Wochen war der 30-Jährige wegen Totschlags verurteilt worden. Der Fall hatte bundesweit Schlagzeilen gemacht. Der Mann hatte mit gefälschten Papieren bei vielen Rettungseinsätzen gearbeitet. Ein 80-Jähriger starb laut Gericht durch seine Fehler. Der Richter hatte von "gemeingefährlicher Hochstapelei" gesprochen. Der Bundesgerichtshof muss jetzt entscheiden, ob er die Revision annimmt.

Anzeige

Gutachter sah viele Fehler und Schwächen

Anzeige

Die Verteidigung habe die Revision aus formellen und materiellen - also inhaltlichen - Gründen eingelegt, so ein Sprecher des Landgerichts in Kleve. Der 30-jährige Verurteilte hatte vor Gericht zwar die Hochstapelei gestanden, aber immer betont: Er habe nur helfen wollen. Sein Verteidiger hatte deshalb auf 18 Monate wegen Körperverletzung plädiert. Der Staatsanwalt sah dagegen ein anderes Motiv: "Übersteigertes Geltungsbedürfnis". Ein Gutachter hatte über 20 Einsätze des Angeklagten gesichtet. Überall sei er auf Fehler oder zumindest Schwächen gestoßen.

Anzeige
Anzeige
Anzeige