
Die Stimmung bei den Unternehmen am Niederrhein ist quasi im Dauertief. Das ist bei der Frühjahrsumfrage der Industrie- und Handelskammer herausgekommen. Besonders betroffen sind bei uns demnach Industrie, Stahl und Handel. Der Geschäftsklima-Index verharrt aktuell auf einem niedrigen Niveau von 94,1. Auch die Erwartungen der niederrheinischen Betriebe sind gedämpft. Positiv wie negativ blicken gleich viele Unternehmen in die Zukunft. Immerhin etwas hoffnungsvoll ist etwa das Gastgewerbe. Es erwartet Besserungen durch die niedrigere Mehrwertsteuer.
IHK fordert schnelleres Handeln vom Bund
Für Unsicherheiten sorgen unter anderem das Zollchaos und der Grönlandstreit, beklagt die IHK. Die Exporte gehen weiter zurück. Und auch der Arbeitsmarkt ist angespannt. Die größten Geschäftsrisiken bleiben die Bürokratie und die ausbleibende Inlandsnachfrage. Verstärkt werden die Sorgen auch noch durch den höheren Mindestlohn. Die IHK fordert deshalb ein schnelles Handeln der Bundesregierung, d.h. mehr Tempo bei Reformen, ein Vorziehen der angekündigten Steuersenkung, weniger Regulierung und schnellere Genehmigungen, außerdem niedrige Energiepreise und Arbeitskosten.