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Schockanrufe im Kreis Wesel – Polizei warnt vor Betrug
© Lars Heidrich / FUNKE Foto Services
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Schockanrufe im Kreis Wesel – Polizei warnt vor Betrug

Telefonbetrüger haben es weiter gezielt auf ältere Menschen abgesehen. Auch im Kreis Wesel gibt es Opfer – zuletzt in Moers und Dinslaken.

Veröffentlicht: Freitag, 24.07.2026 11:05

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Telefonbetrüger haben es weiter gezielt auf ältere Menschen abgesehen. Die Polizei im Nachbarkreis Borken schlägt Alarm: Allein in den vergangenen Tagen gingen rund 20 Anzeigen ein – von sogenannten Schockanrufen. Die Täter geben sich am Telefon als Polizisten, Staatsanwälte oder Ärzte aus. Sie erfinden Notlagen, setzen ihre Opfer unter Druck – und kommen dann an Bargeld, Schmuck oder Ersparnisse. Die Masche ist psychologisch ausgeklügelt. Und sie funktioniert immer wieder. Auch im Kreis Wesel gibt es aus den vergangenen Wochen Anzeigen. Betroffen waren zum Beispiel Menschen in Moers und Dinslaken.

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Schockanrufe in Moers und Dinslaken – Senioren verlieren Geld und Schmuck

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In Moers verlor ein 91-jähriger Mann aus dem Stadtteil Asberg einen fünfstelligen Betrag. Eine Frau hatte ihn angerufen und sich als Mitarbeiterin der Staatsanwaltschaft ausgegeben. Sie behauptete, seine Nachbarin habe bei einem Unfall jemanden getötet und sitze in Untersuchungshaft. Für die Kaution brauche man dringend Geld. Der Mann fuhr mit dem Taxi zur Bank, hob das Geld ab – und übergab es vor seiner Wohnung einer ihm unbekannten Person. In Dinslaken traf es eine 93-jährige Frau. Die Betrügerin am Telefon gab vor, die eigene Tochter zu sein. Sie täuschte eine schwere Erkrankung vor und behauptete, ohne sofortige Behandlung zu sterben. Die Seniorin sammelte Ersparnisse und Schmuck zusammen – und übergab alles an einen fremden Mann vor ihrer Haustür.

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Polizei Wesel gibt Tipps – so schützen Sie sich vor Schockanrufen

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Die Ermittler raten: Sofort auflegen – auch wenn der Anrufer sagt, man darf das nicht tun. Das ist nicht unhöflich, sondern der richtige Schritt. Danach direkt die 110 anrufen oder eine bekannte Vertrauensperson kontaktieren. Wichtig zu wissen: Keine Behörde verlangt am Telefon jemals die Übergabe von Bargeld oder Wertsachen. Geben Sie am Telefon keine Auskunft über Ihre finanzielle Situation oder Ihre Wertsachen. Vereinbaren Sie in der Familie ein Codewort – so lässt sich die Identität eines Anrufers schnell prüfen. Legen Sie einen Zettel mit der Nummer einer Vertrauensperson direkt neben das Telefon. Die Polizei appelliert auch an jüngere Angehörige: Sprechen Sie mit Ihren Eltern, Großeltern, Nachbarn und Freunden über diese Maschen – wer vorbereitet ist, lässt sich schwerer überrumpeln. Wer Opfer eines Betrugs geworden ist, soll sich nicht schämen – sondern unbedingt Anzeige erstatten.

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