Anzeige
Schulen im Kreis Wesel gehen unterschiedlich mit Hitze um
© Kzenon - stock.adobe.com
Teilen:

Schulen im Kreis Wesel gehen unterschiedlich mit Hitze um

Im Kreis Wesel gab es heute in vielen Schulen "Hitzefrei" nach der vierten Stunde. Die GEW kritisiert, dass es keine verbindlichen Regeln gibt und die Oberstufe nicht profitiert.

Veröffentlicht: Freitag, 19.06.2026 10:25

Anzeige

Im Kreis Wesel gilt eine amtliche Warnung vor extremer Hitze. Sogar die NINA-App hat schon Alarm geschlagen. Viele Schulen bei uns haben reagiert. Am Moerser Gymnasium Adolfinum konnten die Schüler schon früher nach Hause - bis auf die Oberstufe. Auch am Montag gilt hier noch nach der vierten Stunde "Hitzefrei". Ähnlich handhabt es etwa auch das Otto-Hahn-Gymnasium in Dinslaken. Andere wie das Julius-Stursberg-Gymnasium in Neukirchen-Vluyn setzen auf kürzere Unterrichtsstunden, damit die Schüler nicht zu lange in der Schule schwitzen. Wieder andere sorgen nur für möglichst viel Abkühlung. Genau diese Unterschiede bemängelt jetzt die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft.

Anzeige

Forderung nach verbindlichen Regeln

Anzeige

Die GEW fordert landesweit klare und verbindliche Regelungen zum Hitzeschutz für alle Schulen in Nordrhein-Westfalen - auch für die Sekundarstufe II. Die derzeitige Erlasslage schließe Oberstufenschüler und damit faktisch auch ihre Lehrkräfte von "Hitzefrei" aus, kritisierte die GEW-Landesvorsitzende Ayla Celik. Hitzeschutz sei aber keine freiwillige Leistung, sondern Teil der Fürsorgepflicht. Die heftigeren Hitzeperioden machten deutlich, dass die bestehenden Regelungen weder ausreichend noch zeitgemäß sind.

Anzeige

Kritik an baulicher Ausstattung

Anzeige

Die Gewerkschaft bemängelt auch die unterschiedliche bauliche Ausstattung von Schulen. Ob Unterricht bei extremer Hitze unter vertretbaren Bedingungen stattfinden kann, hängt damit letztlich auch von den finanziellen Möglichkeiten der Kommunen ab. Tatsächlich seien allerdings die meisten Schulgebäude noch immer keine verlässlichen klimaresistenten Lern- und Arbeitsorte. Die Landesregierung sei jetzt gefordert, für verbindliche und gerechte Rahmenbedingungen zu sorgen.

Anzeige
Anzeige
Anzeige