
In Sonsbeck werden Nutrias offenbar immer mehr zum Problem. Heute berät die Politik, wie sie besser reguliert werden können. Die CDU hatte beklagt, dass die bisherigen Maßnahmen zu wenig bringen. Beschwerden über Nutrias gebe es etwa von Anwohnern an der Straße „Zur Licht" und entlang der Ley zwischen „Zur Linde" und "Weberstraße". Auch die Sonsbecker Verwaltung ist unzufrieden mit der Entwicklung. Sie ist schon im Austausch mit den zuständigen Stellen. Maßnahmen wie höhere Schwanzprämien, Aufklärungskampagnen oder die Anschaffung von Lebendfallen sind allerdings nicht einfach zu finanzieren. Auch verursachen sie mehr Personalaufwand, so die Bedenken.
Forderung nach mehr Regulierung
Nutrias sind für viele niedlich anzuschauen. Sie gelten aber als bedenklich invasive Art. Dier Nager graben teils meterlange Gänge. Das gefährdet Bauwerke, Böschungen, Gewässer und landwirtschaftliche Flächen. Das Unterhöhlen von Deichen kann kreisweit außerdem bei Hochwasser zu Brüchen führen. Die Bejagung von Nutrias ist möglich, sie unterliegt allerdings strengen Vorgaben. Gleichzeitig sorgen viele durchs Füttern oder hinterlassenem Müll für eine weitere Verbreitung der Nutrias. Die Sonsbecker CDU setzt in ihrer Forderung auf einen Mix von Aufklärung, Hotspot-Erkennung und Regulierung.