
In Duisburg soll eine neue Kohlendioxid-Pipeline mitten durch den Stadtwald führen. Gegen die Pläne von Netzbetreiber Open Grid Europe (OGE) formiert sich gerade der Widerstand. Über 2700 Menschen haben schon eine Online-Petition der Duisburger Waldjugend unterschrieben. Sie sorgen sich, dass durch den Bau 17 Hektar Wald auf sechs Kilometern Länge verloren gehen. Dabei habe Duisburg ohnehin schon wenig Wald und der leide schon genug unter der Dürre. Die Unterschriften der Petition sollen am 16. September im NRW-Landtag an die Politik übergeben werden. Hier geht es zu der Petition.
Im März fällt wichtige Vorentscheidung
Die Kohlendioxid-Pipeline soll Teil des Netzes "Delta Rhine Corridor" werden. OGE möchte erste Leitungen ab 2030 in Betrieb nehmen. Sie sollen CO2 aus Industrieanlagen bis zur Nordsee transportieren. Das geplante Vorgehen soll dem Klimaschutz zu gute kommen. Es gibt auch noch mögliche Alternativen zur Trasse durch den Stadtwald - laut WAZ etwa westlich der A3 und des Neubaugebiets 6-Seen-Wedau. Dafür müssten aber rund zehn Kilometer mehr Leitung verlegt werden. Im März 2027 soll die Entscheidung fallen, welche Variante bevorzugt wird.