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Sorgt ein Wels im Dinslakener Ententeich für Ordnung?
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Sorgt ein Wels im Dinslakener Ententeich für Ordnung?

In Dinslaken berät die Politik heute über einen kuriosen Antrag. Die Fraktion UBV/Die Fraktion schlägt einen Wels im Ententeich vor. Er soll die zu starke Fischvermehrung stoppen.

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Im Ententeich am Dinslakener Rathaus hat die große Fischvermehrung immer mal wieder für Aufsehen gesorgt. Heute berät die Politik über einen kurios wirkenden Antrag der Fraktion UBV/Die Partei beraten. Sie schlägt vor, einen europäischen Wels ins Wasser zu setzen. Der Fressfeind sei billiger als die Fische mit Strom abzufischen. Bei dem Elektrofischen waren zuletzt vor drei Jahren über 8000 Fische gefangen und umgesiedelt worden. Hintergrund des Problems ist, dass immer wieder Zierfische im Ententeich ausgesetzt werden, die sich weiter vermehren. Vor allem im Sommer bei viel Algenbildung droht damit der Sauerstoffgehalt im Wasser nicht mehr zu reichen.

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Ordentliche Portion Sarkasmus

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Die Fraktion UBV/Die Partei beklagt z.B. mit einer ordentlichen Portion Sarkasmus, der Dinslakener Ententeich befinde sich seit Jahren in einem "ökologischen Schwebezustand zwischen Naherholungsgebiet, Goldfisch-Großraum-WG und flüssigem Erbseneintopf". Viele Städte setzten schon auf sogenannte "Biomanipulation", das heißt Nahrungsketten werden gezielt durch natürliche Räuber gesteuert. Den Wels bezeichnet die Fraktion u.a. als "robust, dauerhaft hungrig und haushaltsfreundlich". Sollte er "wider Erwarten" nicht reichen, empfiehlt sie mit gewohnter Ironie weiteres Anschauungsmaterial durch "Fachfilme" wie „Der weiße Hai“ und „Sharknado“.

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Wenig Chancen für den Wels

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Die Dinslakener Verwaltung schlägt vor, den Antrag abzulehnen. Der künstlich angelegte Teich mit nur 1,50 Tiefe sei für einen Wels als Lebensraum gar nicht geeignet. Es fehle zum Beispiel an weichen Grund. Außerdem erwärmt sich das Wasser zu stark. Hinzu kommt, dass es aktuell offenbar auch gar kein Problem mit zu vielen Fischen im Gewässer mehr gibt. Der Ententeich sei regelmäßig unter Beobachtung, so die Verwaltung. Um ihn im Gleichgewicht zu halten, werde er mittlerweile in bedarfsgerechten Abständen entschlammt. Das soll den Nährstoffgehalt reduzieren und die Fortpflanzung der Fische stören. Eine weitere Elektrobefischung sei mittelfristig deshalb nicht mehr geplant.

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