
NRW-Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen eröffnet heute auf einem Spargelhof bei Köln offiziell die Spargelsaison 2026. Die Ministerin kommt selbst vom Niederrhein - sie ist in Kleve zu Hause. NRW gehört mit 265 Betrieben auf rund 3.500 Hektar Anbaufläche zu den Top-Drei-Spargelanbaugebieten in Deutschland. Bei uns im Kreis Wesel ist der offizielle Startschuss aber längst keine Neuigkeit mehr. Höfe in Moers, Wesel, Alpen und Hünxe stechen schon seit vor Ostern. Der Grund dafür ist der sandige Boden am Niederrhein. Er trocknet nach dem Winter schneller ab als in anderen Regionen. Das gibt den Betrieben hier einen Vorsprung von mehreren Wochen gegenüber anderen Anbaugebieten.
Preise liegen etwas höher als im Vorjahr
Als Verbraucher zahlen Wir in dieser Saison etwas mehr als im letzten Jahr. Die Preise liegen aktuell etwa fünf Prozent über dem Vorjahresniveau. Um die achtzehn Euro pro Kilo bei bester Sortierung ist keine Seltenheit. Bruchspargel gibt es günstiger - teilweise schon ab zehn Euro pro Kilo. Im Laufe der Saison werden die Preise erfahrungsgemäß günstiger. Gestiegene Lohnkosten sind ein Grund für das höhere Preisniveau. Der Mindestlohn liegt seit dem vergangenen Jahr bei 13,90 Euro. Das macht deutschen Spargel teurer als Ware aus Spanien oder Italien. Die meisten Höfe im Kreis Wesel setzen deshalb auf Direktvermarktung. Rund 70 Prozent des Spargels gehen direkt ab Hof, auf dem Wochenmarkt oder an Verkaufsständen weg. Die Saison läuft traditionell bis zum Johannistag am 24. Juni. Bis dahin werden in NRW erfahrungsgemäß rund 20.000 Tonnen Spargel gestochen.