
Der Wunsch nach den eigenen vier Wänden ist im Kreis Wesel offenbar groß. Die Sparkasse am Niederrhein verzeichnet eine starke Nachfrage nach Krediten für Immobilien. Im vergangenen Jahr vergab sie eine Gesamtsumme von 253 Millionen Euro. Das sind rund 45 Prozent mehr als im Jahr davor. Positiv ist auch die Bilanzsumme der Sparkasse. Sie stieg um drei Prozent auf einen neuen Höchststand von 4,38 Milliarden Euro. Neben der hohen Kreditnachfrage hatten Kunden auch mehr Geld angelegt - sowohl in festverzinsliche Sparkassenbriefe als auch in Anlagekonten.
Mehr Wertpapiere, mehr Kunden
In allen 23 Geschäftsstellen von Moers über Rheinberg bis Xanten gibt es darüber hinaus deutlich mehr Bedarf an Wertpapierberatung. „Kunden interessieren sich zunehmend für Aktien und Fonds", sagt der Vorstandsvorsitzende Giovanni Malaponti. So erhöhte sich der Bestand an Wertpapieranlagen um 57,3 Millionen Euro auf rund 900 Millionen Euro. Auch in diesem Jahr wird die Sparkasse am Niederrhein außerdem wieder über Spenden und Stiftungen in den Kreis Wesel investieren. Rund 900 Vereine, Verbände und Organisationen erhalten insgesamt rund 1,4 Millionen Euro.
Auch die Zahl der Kunden wächst. Über den Kontowechselservice kommen mehr als 1.000 Menschen von anderen Banken zur Sparkasse am Niederrhein. Am Jahresende führt die Sparkasse rund 129.700 Konten – etwa 2.000 mehr als im Vorjahr. Besonders stark ist die Nachfrage bei jungen Menschen zwischen 18 und 30 Jahren. In dieser Altersgruppe liegt der Marktanteil bei rund 65 Prozent. Insgesamt stellt die Sparkasse ihren Kunden aktuell mehr als 3,2 Milliarden Euro als Kredite zur Verfügung. Dazu kommen 42 Millionen Euro aus öffentlichen Förderprogrammen. Das 181. Geschäftsjahr schließt die Sparkasse mit einem Überschuss von 3,7 Millionen Euro ab – etwas mehr als im Vorjahr.