
Der Landtagsabgeordnete René Schneider (SPD) aus Kamp-Lintfort fordert ein spezielles Löschfahrzeug für den Kreis Wesel. Das Fahrzeug trägt den Namen "Fire Fighter". Es hat einen Tank mit 10.000 Litern Wasser. Außerdem kommt es auch in schwerem Gelände gut voran. Bisher gibt es in ganz Nordrhein-Westfalen nur zwei dieser Fahrzeuge. Sie stehen in Arnsberg und in der Rureifel. Mitte August ist im Sonsbecker Tüschenwald ein großer Waldbrand ausgebrochen. Mehr als 200 Einsatzkräfte waren dabei im Einsatz, betroffen war eine Fläche von rund 11,5 Hektar. Beide "Fire Fighter"-Fahrzeuge sind zu diesem Zeitpunkt in der Eifel gebunden. Der Kreis Wesel geht deshalb ohne dieses Spezialfahrzeug leer aus.
Waldbrand in Sonsbeck zeigt Lücke bei Löschfahrzeugen
Erst vor wenigen Tagen ist das Fahrzeug bei einer deutsch-niederländischen Übung im Einsatz. Der Übungsort liegt im Ortsteil Swalmen der niederländischen Stadt Roermond. Feuerwehr und Naturverwalter aus beiden Ländern trainieren dort die Zusammenarbeit bei Wald- und Naturbränden. Der "Fire Fighter" dient dabei als Beispiel für ein Fahrzeug, das sich auch durch schwer befahrbares Gelände bewegen kann. Zusätzlich kann es eine nasse Stopplinie anlegen. Das Forstamt Wald und Holz NRW ordnet den Nutzen solcher Übungen ein. Die grenzübergreifenden Übungen tragen demnach dazu bei, dass praktisches Wissen zwischen den zuständigen Organisationen ausgetauscht und in die Fläche gebracht wird. Die Übung ist Teil des Projekts "Natu(u)rbrandmanagement". Darin arbeiten Feuerwehren und Naturverwalter aus Nordrhein-Westfalen und den Niederlanden zusammen. Ziel ist es, das Risiko von Naturbränden zu verringern. Schneiders Anfrage an die Landesregierung soll nun klären, ob ein solches Fahrzeug künftig auch im Kreis Wesel stationiert wird.