
Im Kreis Wesel haben einige Städte anscheinend noch Nachholbedarf, um zur Smart City zu werden. Das kam beim aktuellen Ranking des Beratungsunternehmens Haselhorst heraus. Seit acht Jahren untersucht es, inwieweit Städte ihre Abläufe effizienter, nachhaltiger und lebenswerter gestalten. Bei uns wurden fünf Städte ins Smart-City-Ranking aufgenommen. Am besten schneidet Rheinberg ab - mit Platz 173 von bundesweit über 400 Städten. Es ist auch die einzige Stadt im Kreis, die bei ihren Digitalisierungs- und Nachhaltigkeitsstrategien über dem Schnitt liegt. Moers (228) und Wesel (289) schaffen es noch so gerade ins untere Mittelfeld. Abgeschlagener sind dagegen Voerde (312) und Kamp-Lintfort (335). Immerhin: Alle untersuchten Städte im Kreis haben sich im Vergleich zum Vorjahr verbessert - am stärksten Rheinberg und Moers mit rund fünf Prozent.
Großstädte führen das Ranking an
Für das aktuelle Ranking wurden 418 deutsche Städte mit über 30.000 Einwohnern untersucht. Dabei flossen rund 60 Indikatoren ein. Neben der reinen Digitalisierung ging es etwa auch um den Ausbau von klimaresilienten Infrastrukturen, energieeffizienten Quartieren und modernen Mobilitätskonzepten. Im Schnitt erreichen die Städte einen Smart-City-Entwicklungsgrad von gut 33 Prozent. Dabei zeigt sich: Je größer die Stadt, desto weiter ist sie in der Regel auf dem Weg zur Smart City. Großstädte mit über 500.000 Einwohnern führen das Feld mit knapp 45 Prozent an, während kleine Mittelstädte bei gut 30 Prozent liegen. Laut der Studie liegt das daran, dass größere Städte meist von etablierten Strukturen und mehr finanziellem Spielraum profitieren.