Stärkster Blitz des Sommers in Dinslaken gemessen

In Dinslaken wurde diesen Sommer deutschlandweit der stärkste Blitz gemessen. Er hat 20.000 Mal mehr Energie freigesetzt, als in einer haushaltsüblichen Steckdose verfügbar sind.


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In Dinslaken ist dieses Jahr deutschlandweit der stärkste Blitz des Sommers gemessen worden. Mit mehr als 348.000 Ampere war ein Blitz am 29. August so stark, wie sonst nirgendwo, sagt das Münchener Blitzortungsunternehmen nowcast. Er hat etwa 20.000 Mal mehr Energie freigesetzt, als in einer haushaltsüblichen Steckdose mit 16 Ampere verfügbar sind. Den zweitstärksten Blitz gab es demnach auch in NRW - in Lienen im Kreis Steinfurt.

Insgesamt weniger Blitze

Im vergangenen Sommer seien über 5 Millionen Blitze registriert worden. «Aufgrund der langen Hitzewelle und der trockenen Witterung entstanden vor allem im Juni deutlich weniger Gewitter als üblich», sagte nowcast-Geschäftsführer Richard Fellner. Mit rund einem Viertel aller Blitze (1,06 Millionen) war demnach Bayern das blitzreichste Bundesland, gefolgt von Niedersachsen mit 503 000 und Brandenburg mit 469.000 Entladungen. Insgesamt wurden an 76 der insgesamt 92 Sommertage in Deutschlandmindestens eine Blitzentladung registriert, so das Unternehmen. Die meisten Gewittertage gab es in den Alpen - hier liegt der Landkreis Garmisch-Partenkirchen mit 29 Gewittertagen an der Spitze.

Wie funktioniert die Blitz-Messung?

Das Unternehmen misst nach eigenen Angaben die elektromagnetische Strahlung, die Blitze aussenden. Demnach erfolgt die Messung durch Sensoren, die im Abstand von 150 bis 250 Kilometer im Messgebiet verteilt sind. Da sich die elektromagnetische Strahlung der Blitze mit Lichtgeschwindigkeit ausbreite, erreiche sie die Sensoren zu unterschiedlichen Zeitpunkten, schreibt nowcast. Dieser Unterschied in Mikrosendungen ermöglicht den Angaben zufolge die exakte Berechnung der geografischen Position des Blitzes.

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