
Im Kreis Wesel könnte Erdwärme die Energiewende vorantreiben. Eine erste Voruntersuchung sieht vor allem linksrheinisch Potenzial - in Kamp-Lintfort, Moers, Neukirchen-Vluyn, Rheinberg, Sonsbeck und Xanten. Aber auch in Teilen von Dinslaken lässt sich Geothermie demnach grundsätzlich ermöglichen. In den betroffenen Gebieten sind die Experten auf günstige geologische Voraussetzungen gestoßen. Der Wärmebedarf könnte hier außerdem wesentlich abgedeckt werden. Der Kreis hatte die Studie in Auftrag gegeben. Sie kann jetzt von den Städten abgerufen werden.
Wirtschaftlichkeit steht noch auf dem Prüfstand
Die nutzbaren Gesteinsschichten liegen in einer Tiefe von bis zu 3.800 Metern. Dort bestehen Temperaturen zwischen 76 und 121 Grad. Sie eignen sich für Wärmenetze, aber auch industrielle Prozesse. Bei der hydrothermalen Geothermie wird natürliches Tiefenwasser über eine Bohrung gefördert. Es gibt dann seine Wärme z. B. an ein Wärmenetz ab und fließt anschließend in den Untergrund zurück. Bis es soweit ist, sind aber noch viele weitere Prüfungen nötig. Dabei geht es dann auch um Wirtschaftlichkeit.